The Bat Rises: Bacardi Revolution

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Für alle Filmfans unter den Lesern dürfte die Brücke geschlagen und die Analogie erkenntlich sein, denn Christopher Nolan’s letzter Teil der Batman Trilogie lief bekanntermaßen unter dem Titel „The Dark Knight Rises“ in den Kinos. Nun ist es aber nicht nur die Fledermaus als Signet, welche den selbsternannten Rächer der Schwachen mit dem karibischen Rum Bacardi eint, sondern das „Rises“ (im Film stellvertretend für die Wiederauferstehung von Bruce Wayne alias Batman) gilt auch hier: Denn der karibische Rumhersteller hat sich wieder einmal neu erfunden – willkommen bei der Bacardi Revolution.

Doch wie genau? Dafür müssen wir zuerst einmal einen Blick zurück werfen. Über 150 Jahre ist es her, das Don Facundo Bacardi Massó in Kuba seinen Rum vorgestellt hat. Die Rezepturen der verschiedenen Abfüllungen, welche bis heute unverändert geblieben sind und dadurch den harmonischen Charakter von Bacardi prägen, trugen damals die Namen „Carta Blanca“, „Carta Oro“ und „Carta Negra“. Doch, wie das immer so ist, im Rahmen der Internationalisierung kam es zu neuen Marketingideen nebst spannenden Anglizismen und so wurden besagte Produkte im Laufe der Zeit in Beispielsweise Bacardi „Superior“ oder „Gold“ umbenannt, womit auch ein Stück Ursprung verloren ging. Auch die Flasche gewann im Laufe der Jahre ein rundere und auch massenkompatiblere Form, von welcher man sich jedoch wieder verabschieden wird um wieder mehr an die eigenen Wurzeln zurückzukehren.

Bacardi wäre also nicht Bacardi und die Revolution keine Revolution, wenn man nicht erneut alles hinterfragt und auf den Kopf gestellt hätte um sich neu zu erfinden. Den einzigartigen Produkten sowie der Geschichte des Gründers und seiner Familie die Ehre erweisend, wurde ein neues Flaschendesign entwickelt, welches von besagter Historie inspiriert und vom Art-Déco-Stil maßgeblich beeinflusst wurde. Auch beim Namen hält man es zukünftig wieder wie damals: „Carta Blanca“, „Carta Oro“ und „Carta Negra“ heissen die Produkte von nun an wieder. Und insbesondere das Wappentier, die Fledermaus, ausgewählt von Don Facundo’s Ehefrau Doña Amalia, wurde noch mehr in den Fokus gerückt. Dieses lichtscheue Geschöpf, welches bei Batman für die Verkörperung der Ureigenen Angst steht und bei dessen Gegnern Angst und Schrecken verbreiten soll, galt bei den „Taínos“ genannten Ureinwohnern Kubas als Hüter aller Kulturgüter und wurde auch von den Spaniern als Bote für Gesundheit, Glück und Familienzusammenhalt gesehen. Und genau diese Attribute sind es auch, welche die lange Geschichte von Bacardi, geprägt von verschiedenen Rückschlägen wie Erdbeben und Wirtschaftskrisen, so einzigartig machen.

Da es ja, insbesondere im Mittelamerikanischen Raum und somit der Heimat von Bacardi, zum guten Ton gehört, bei einer Revolution gemeinsam die Gläser zu erheben, wurde auch hierzulande entsprechend gefeiert. Bei der Vernissage in einem zum Bacardi-Museum umgebauten Fotostudio in Hamburg, hatten geladene Gäste, darunter viele Redakteure und Gastronomen aus ganz Deutschland, die Möglichkeit, ihren eigenen Bacardi Rum aus verschiedenen Destillaten zu mischen. Im Anschluss wurde bei kräftigen Beats von Bartender-Legende Yared Hagos („The Parlour“, Frankfurt) und den Gewinner-Drinks der letzten Bacardi-Competitions bis tief in die Nacht gefeiert – so wie sich das für unzähmbare Leidenschaft eben gehört.

Und für alle, die gerne mehr über die spannende und abwechslungsreiche Geschichte von Bacardi erfahren möchten, haben wir noch ein besonderes Schmankerl parat: „The Spirit of Bacardi“, ein 24-Seitiges Graphic Novel des Autors Warren Ellis und des Zeichners Michael Allred. Ein charmanter Zufall für alle Fans der Fledermaus im doppelten Sinne, denn sowohl Ellis als auch Allred haben früher unter anderem für den DC-Verlag gearbeitet, welcher der Inhaber der Rechte an allen Batman-Comics und -Verfilmungen ist.

Graphic Novel: „The Spirit of Bacardi“