Benz Mode-Café, nur shoppen wäre ja langweilig!

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Das Benz Mode-Café ist ein spannendes Konzept und befindet sich nicht etwa in Berlin oder München, sondern im eher gemütlichen Reutlingen am Rande der Schwäbischen Alb. Am Wochenende feierte der Concept Store seine Eröffnung. Hier ein kleiner Bericht, warum der Laden jede Reise wert ist.

„Wir wollten Reutlingen mal zeigen, was ein richtig cooler Laden ist – und dass man nicht unbedingt nach Berlin ziehen muss, um ein kreatives Shop-Konzept auf die Beine zu stellen.“ sagt Barbara Dahl, die zusammen mit Ihrem Freund Markus Benz das Café leitet. Beim Betreten des Ladens fällt auf: Kulinarisches und Mode sind klar voneinander getrennt, links das Café und rechts die Mode. Geteilt nur durch ein altes, wunderschönes Fachwerk, an das kleine Stehtische angebracht wurden.

Der Tresen ist nahezu überfrachtet von Kuchen und Gebäck: Da stehen Trüffel-Tarte mit Himbeer und weißer Schokolade, Panacotta Tarte mit Beeren und Limetten, Apfel-Frangipane-Tarte, ein glutenfreier Schokoladenkucken, vegane Blaubeer-Mandel-Muffins, verschiedenste Maccarons, Linzer Törtchen, eine glutenfreie Orangen-Tarte, Miroirs Coco & Schoko, Zitronenkuchen mit Heidelbeeren und ein duftender Korb voller Brioches.  „Alles selbst gemacht.“ sagt Markus nicht ganz ohne Stolz und stellt mir einen Espresso auf den Tisch: „Um einen wirklich guten Kaffee anbieten zu können, haben wir ein großes Kaffee-Tasting gemacht und unterschiedliche Anbieter und Mahlgrade durchprobiert. Ich denke, das hat sich gelohnt.“ Und der Espresso schmeckt – cremig, würzig und nicht zu kräftig. Ich probiere von allem ein wenig, besonders gut ist die Apfel-Franchipane Tarte mit einer Schicht Marzipan zwischen Boden und Apfelbelag.

Gegen Abend wird das Café immer voller, auch Gäste aus dem etwa 40 Kilometer entfernten Stuttgart haben Wind davon bekommen, dass hier ein besonderer Laden eröffnet. Viele Besucher sind auch wegen der Mode hier. Für die Eröffnung hat Barbara eine neue Kollektion ihres Labels „blaccbird“ entworfen und die Sommermode in hellen, überwiegend pastellfarbenen Tönen, zieht besonders das weibliche Publikum an. Für die Männer hält der Laden im ersten Stock eine schöne Überraschung parat: Eine Herrenlounge mit Ledersesseln, Whiskybar und einem kleinen (künstlichen) Kaminfeuer, über dem ein goldener Hirschkopf angebracht ist. Viel Wert wurde auch auf die Auswahl der Weine gelegt. So gibt es feine Mosel-Rieslinge von Weingut Botzet und Weingut Tesch sowie einige feine Tintos aus Kastilien La Mancha.

„Das ist schon mutig,“ sagt einer der Gäste am Tresen der Herrenlounge um zu ergänzen „hier gab es schon einige Versuche, schöne Restaurants oder Shops zu machen, hat oft nicht lange funktioniert.“ Unten singt gerade Gianni, ein Musiker aus Reutlingen, der Laden ist voll und die Stimmung großartig. Die Eröffnungsfeier verläuft vielversprechend und ich glaube, das Konzept der beiden Profis aus Gastronomie und Modebranche hat gute Chancen und kann die Skeptiker eines Besseren belehren.

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