Guess it’s Ladies Night 7-mal in München

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Sie stürmen die Rathäuser, erobern die Straßen, verstümmeln Krawatten: Am Weiberfasching führen die Frauen die Faschings- beziehungsweise Feierfront an. Doch ob Fan oder Feind des Kostümfestivals: Warum den kleinen Feiertag nicht für eine ausgiebige Ladies Night nutzen? Wir zeigen euch sieben Restaurants und Bars in München, in denen frau das Leben, die Liebe und die Lust stilecht begießen kann – nicht nur in der Narrenzeit.

#1 Frau Bartels Bar

In Frau Bartels Bar wird die Frauengruppe um ein Mitglied reicher: Frau Bartels höchstpersönlich. Die gute Dame ist beim Besuch der Bar, die sogar nach ihr benannt wurde, sehr präsent und begleitet jeden Gast durch den Abend. Die erste Begegnung erfolgt an der Tür, die eine künstlerische Illustration eines Frauenkopfes ziert. Doch mehr gibt Frau Bartels erst einmal nicht von sich Preis. Ihren Charakter kann man aber mit einem wachen Auge in der Bar selbst erschließen. Schwer zu übersehen ist Frau Bartels‘ Faible für Kunst und Nostalgie. Hiervon zeugen das Mobiliar sowie die vielen Kunstwerke, die zum großen Teil der Familiensammlung eines der drei Besitzern, Lion Wagner, entstammen. Daneben ist Frau Bartels ein Fan von Minimalismus. Das Inhaber-Trio, bestehend aus Lion Wagner, Maximilian Thurnbauer und Stefan Ködermann, hat die Bartels Bar daher als Location für jedermann konzipiert und serviert Klassiker zu moderaten Preisen. Beste Voraussetzungen für einen entspannten und ausgiebigen Barabend. Und wer weiß, vielleicht schaut Frau Bartels doch einmal persönlich vorbei?

#2 Theresa Bar

Mit einer gesunden Balance aus stilvollem und gemütlichem Ambiente eignet sich die Theresa Bar hervorragend für einen lockeren Abend zu besonderen Anlässen. Im Rückgebäude des gleichnamigen Grill-Restaurants gelegen, beginnt ein solcher Abend beispielsweise mit einem gehobenen Dinner und findet seinen Höhepunkt in mindestens genauso gehobenen Drinks – was die Qualität und den Preis angeht. Das Niveau ist hoch in der Theresa Bar, das zeigt das Interieur auf den ersten Blick. Das Raumdesign erinnert an eine 60er Jahre-Bar mit James Bond Flair: Warme Gold- und Rottöne, Samt, dunkles Holz und schwerer Teppich. Ein weiteres Highlight im Interieur ist das Lichtkonzept von „Seven Elohim“, das die Glanzpunkte der Räumlichkeiten dezent aber doch markant in Szene setzt. Eine Hommage an die 60er Jahre gibt es auch an der Bar, wo dem legendären Jahrzehnt eine eigene Cocktailrubrik gewidmet ist. Das James Bond Thema wird in der Zeitreise in die Vergangenheit des Martini aufgegriffen. Und wer sich weder von Nostalgie noch ‚geschüttelt oder gerührt‘ beeindrucken lässt, wird zweifellos bei den Signature Drinks fündig.

#3 Madame Hu

Ob frau sich beim Backpacken durch südostasiatische Garküchen oder die Speisekarte von Madame Hu probiert, hat den gleichen Effekt: Authentische, asiatische Streetfood-Küche genießen. Das kleine Restaurant im Münchner Westend bringt auf den Teller, was auch auf den ikonischen Straßenmärkten in Thailand, Vietnam und Co. zu finden ist: Von Dumplings über Nudelsuppen und -schalen, Frühlingsrollen, Spießen zum selbst Grillen und Curries bis hin zu Klassikern wie Ente und gebackenen Bananen. Allesamt einfache Gerichte, die beeindruckend nah an die Originalgeschmäcker herankommen. Bei Madame Hu gibt es das Streetfood-Erlebnis jedoch in einer ruhigeren und intimen Atmosphäre. Einfache Sitzmöbel und Malereien von Straßenszenen regen die Gedankenreise nach Südostasien an. Die Tischgruppen sind kuschelig arrangiert, der Service freundlich und sowohl Küche als auch Personal sind mit Enthusiasmus bei der Auswahl behilflich – perfekt für frau, die die Speisenauswahl hin und wieder zur Lebensentscheidung werden lässt.

#4 Frauen 26

Das Frauen26 zu finden, ist eine kleine Herausforderung. Die Bar nahe des Viktualienmarktes ist die Bar ohne Namen und ohne äußere Erkennungsmerkmale, einzig die Adresse in der Frauenstraße 26 dient als Indiz. Zumindest galt dies zu Zeiten der Eröffnung im November 2013, bevor sie ihre Identität über Social Media preisgab. Mittlerweile ist die hippe Bar eine feste Institution im Münchner Nachtleben – und vor allem bei feiernden Frauen sehr beliebt. Auch wenn es aufgrund der beschaulichen Größe mit einer Gruppe von 26 etwas eng werden könnte, laden die Sofa-Sitzgruppen in der Wohnzimmer-Lounge zu feuchtfröhlichem Geschnatter ein. Sollten die Gesprächsthemen erschöpft sein, bringen Spielekonsole, tanzbare Musik und Drinks, die es in sich haben, Abwechslung in den Abend.

#5 Bikini Mitte

Bikini Mitte, weil Bikini ein schönes Wort ist und das Lokal mittig zwischen den Wohnungen der Besitzer liegt. Ziemlich einleuchtend oder? Während der Gast den letzten Schluck seines Cappuccinos schlürft, verwandelt sich das Deli langsam in eine Bar. Die Sonnenblenden werden heruntergelassen und das Licht der Neonringe durch stimmungsvolles Kerzenlicht ersetzt. Während im Hintergrund die Hip Hop Beats allmählich lauter werden, lässt sich schon ein erster Eindruck davon gewinnen, wie wild es hier nachts zugehen wird. Die Tische werden zwar nicht hochgeklappt, allerdings erzählen Hubertus und Mark, die Besitzer der Lokalität, dass sich die Gäste selbst ihren Platz schaffen oder eben gleich auf den Bänken tanzen. Für die passende Musik sorgen am Wochenende DJs, die freitags erstklassige Hip Hop Beats und samstags Elektro aus den Boxen dröhnen lassen. Dazu gibt es leckere Drinks und guten Wein, die einen ganz schnell in die Nacht abtauchen lassen – mit und ohne Bikini.

#6 Madam Bar

Früher ein Striplokal, heute eine Szenebar: In der Madam Bar in der Münchner Innenstadt waren schon immer viele Frauen zu Besuch, seit Oktober 2016 jedoch aus einem etwas anderen Grund. Über 40 Jahre haben leicht bekleidete Tänzerinnen im Madam Cabaret Männer zum Feiern animiert. In der Madam Bar sind es nun vor allem die Cocktails, die Frau und Mann den Abend versüßen. Dass Inhaber Oliver van Carnap Meister dieses Handwerks ist, hat er bereits in Institutionen wie dem Lux und der Goldenen Bar bewiesen. Jetzt zeigt er zusammen mit seinem Team in der Madam Bar, dass das Münchner Cocktailsortiment mehr zu bieten hat als Munich Mule. Die Karte: Überschaubar und individuell, Sours und Fizzes, Kräuter und fruchtige Frische. Auch wenn es damit in der neuen Madam Bar mehr um Drinks als um Stripshows geht, bleibt das verruchte Flair als Hommage an die Vergangenheit erhalten. So haben Oliver van Carnap und sein Team das Interieur nur gering verändert, die Poledance-Stangen haben noch ihren festen Platz und Burlesque Shows sind in Planung.

#7 Weiberwirtschaft

Wo man seinen Platz auf Sektkorken einnimmt, sind die Weichen schon sehr deutlich in Richtung Ladies Night gestellt. Diese Route wird in der Weiberwirtschaft konsequent verfolgt. Die Inhaberinnen Dana und Sonja führen das schrille Restaurant am Isartor mit doppelter Frauenpower. Pink und Türkis soweit das Auge reicht, bunte Kunstwerke zur Ehre Münchens und Außenplätze am lodernden Feuer erzeugen eine feminine und zugleich bayerisch-gemütliche Atmosphäre. Gleichermaßen präsentiert sich die Speisekarte: Eine große Auswahl an Salaten, Burgern, Pasta und Kartoffelpfannen, allesamt angepriesen im Stil eines Frauenmagazins. Burger gibt es für die Seele, Salate fürs Gewissen, Kohlehydrate für den Energiehaushalt. Nun liebe Frauen, müsst ihr euch entscheiden…