ResQ Club rettet Lebensmittel

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Jeden Tag verschwenden wir tausende Tonnen an Lebensmitteln. Vermeidbar, findet ResQ Club, eine App, mit der Restaurants und Gäste künftig zubereitetes Essen vor der Mülltonne bewahren können: Restaurants können übrig gebliebene Gerichte über die App anbieten, Gäste erhalten die Gerichte um 40-70% günstiger. Eine Win-Win Situation für alle…

Mehr als 18 Mio. Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr weggeworfen. Dabei liegt Deutschland unter dem EU Durchschnitt, Finnland knapp darüber und Spitzenreiter sind die Niederlande. Aber auch wenn wir Deutschen im Vergleich nicht die größten Verschwender sind, ist da noch viel Luft nach oben. Die WWF schätzt, dass bereits heute schon 10 Mio. Tonnen vermeidbar wären.

Den Gastronomen blutet täglich das Herz, wenn sie ihre mit Liebe zubereiteten Gerichte am Ende des Tages nicht vollständig an den Mann oder die Frau bringen konnten und dann nur noch der Gang zur Tonne bleibt. Damit ist jetzt dank der ResQ Club App Schluss. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung in der Gastro-Branche erheblich zu reduzieren, und es ist mit bereits 150.000 geretteten Portionen seit dem Start im Januar 2016 auf dem besten Weg dorthin. In Deutschland startet das Unternehmen mit über 110 Gastro-Partnern in München, Köln und Düsseldorf. Das Angebot in den einzelnen Städten soll wachsen, aber auch neue Städte sollen im Laufe des Jahres dazu kommen.

Teilnehmende Gastro-Partner können in ihrem Account die Gerichte, die bei ihnen auf der Karte stehen, angeben und dabei sogar festlegen, ob es sich um ein veganes, glutenfreies, oder beispielsweise laktosefreies Gericht handelt. Sobald dann etwas übrig bleibt, hat man mit nur wenigen Klicks ein zu rettendes Gericht online gestellt. Damit dann das Tagesgeschäft durch die Retter, die zur Abholung vorbei kommen, nicht völlig durcheinander gebracht wird, kann das Restaurant selber die Zeitspanne der Abholung einstellen. Bei Die Intolerante Isi in der Balanstraße ist das meistens dann, wenn sie von ihrer Food Truck Tour durch München zurück kommt und feststellt, dass das ein oder andere Süßkartoffelcurry oder die leckere Rote Beete-Ingwer-Suppe übrig geblieben ist. Kein Problem, ab in die App und nicht viel später stehen hungrige ResQ Club User vor der Tür. „Ich bin froh um jedes Gericht, dass nicht im Mülleimer landet“, sagt uns Isabella begeistert.

Für die Partner gibt es keine versteckten Kosten, keine Abogebühren. Einmal pro Monat wird das ResQ-Einkommen unter Abzug der Provision für abgeschlossene Verkäufe ausbezahlt und bessert die Kasse auf, denn ansonsten hätte man die Lebensmittel weggeworfen und gar keinen Umsatz damit gemacht.

Aber nicht nur die Gastro-Partner sind glücklich, auch die Retter selbst profitieren, denn die Gerichte werden zwischen 40 und 70 Prozent günstiger angeboten. Nach einem kurzen Registrierungsprozess bekommt der User täglich passende Vorschläge zu seinen eingestellten Präferenzen, zum Beispiel dem Radius, in dem er retten kann, und diversen Unverträglichkeiten. Einem Veganer einen Chicken Burrito vorzuschlagen, würde wohl nicht so gut ankommen, deshalb kann sich jeder selbst einstellen, welche Angebote er erhalten möchte. Auf einer Karte werden dann alle Gerichte angezeigt und mit nur wenigen Klicks wird man im Handumdrehen zum aktiven Lebensmittelretter.

Nicht nur in Deutschland und Finnland kann mittels der App gerettet werden, auch in den Niederlanden, Estland, Großbritannien und Kanada kann der Lebensmittelverschwendung so entgegen gewirkt und Essen gerettet werden. Wir finden, das ist eine wirklich tolle Idee! So kann nicht nur in der Heimatstadt, sondern auch auf Reisen gerettet und Neues entdeckt werden.

Webseite: https://resq-club.com

App: https://resq-club.com/app/