Ein modernes Wirtshaus – die Neo-Brasserie Hoiz

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Im ehemaligen Last Supper eröffnete Gastronom Bastian Hartwig zusammen mit Koch Christoph Friedrich eine Neo-Brasserie mit dem Namen Hoiz. Das Konzept soll bodenständiger sein als man es bisher von den beiden aus dem „Kleinschmecker“ kennt. Kein Chi Chi, dafür sehr gute Küche und eine entspannte Atmosphäre.

„Erlaubt ist, was schmeckt. Bei uns kann man auch einfach nur eine Kleinigkeit essen oder ein Glas Wein trinken und muss nicht gleich für ein ganzes Menü bleiben“, erzählt uns Bastian Hartwig. Er ist der Meinung, dass München etwas Bodenständigeres braucht. Zusammen mit Christoph Friedrich, der bereits im Kleinschmecker am Jakobsplatz am Herd stand, erkundete er das Konzept einer Neo-Brasserie in Paris. Acht Lokale in zwei Tagen – danach waren sie erst mal gut gesättigt und kamen nebst vollen Bäuchen mit einigen Ideen im Gepäck zurück.

„Neo-Brasserie“ – was soll das denn heißen? „Brasserie“ steht im Französischen für ein klassisches Wirtshaus. Kommt dann noch die Silbe „Neo“ dazu wird es modern – das Wirtshaus bekommt einen neuen Twist. Und genau das ist es was die zwei umsetzen wollten und auch geschafft haben. Dank ihrer Recherche in Frankreich hatten sie eine genaue Vorstellung von ihrem persönlichen Wirtshaus der Moderne. Kerzen tauchen das Restaurant in ein schummriges Licht, die Tischdeko ist schlicht und Holz dominiert das Bild.

Die feste Karte ist überschaubar, aber nicht beschränkt. Man findet Klassiker wie ein Tatar vom Bayerischen Weideochsen mit Schalotten-Crème Fraîche, aber auch ein Entrecôte vom Allgäuer Weideochsen mit Steak Fries und Sauce Bernaise darauf.  Der Elsässer Flammkuchen darf natürlich nicht fehlen und zum Dessert wird eine Schokoladen Salz-Karamell Tarte angeboten. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tageskarte mit Gerichten passend zur Saison. Da wird es dann ein wenig exotischer und der moderne Twist kommt deutlich durch. Beispielsweise mit einem Tataki vom Rind mit gegrilltem Spargel und feiner Bärlauch-Hollondaise. „Tataki“ ist eine japanische Schnittart, bei der das Rindfleisch, wie man es sonst von kurz gebratenen Thunfisch kennt, in feine Streifen geschnitten wird.

Die passende Weinempfehlung gibt es noch obendrauf. Erlesene Weine und ein aufmerksamer Service sorgen dafür, dass man gerne ein oder zwei Gläser mehr bestellt, als ursprünglich geplant war. Oder darf es vielleicht noch ein Schnäpschen sein? Dann empfehlen wir den Nusslikör mit Tonkabohne – der perfekte, nicht zu süße Absacker nach dem Essen.

Mittags wird ein schnelles Menü angeboten und im Sommer lockt abends die große Terrasse, um den Tag ausklingen zu lassen. Ein unschlagbares Argument für die Hoiz Terrasse: Zapfenstreich ist erst um 1 Uhr. Laue Sommerabende können somit vollends ausgekostet werden.

Eine lässig-charmante Atmosphäre, hervorragende Gastgeber und ein kreatives Küchenkonzept: Beim nächsten lauen Sommerabend sehen wir uns garantiert wieder.

Webseite: http://www.hoiz.restaurant/