Be’kech: das erste Anti-Café für Berlin

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Zeit ist Geld, heißt es im Be’kech: in dem Anti-Café werden euch hier nämlich nicht Kaffee und Kuchen sondern die Zeit, die ihr in der Café-Bar verbringt in Rechnung gestellt. Be’kech ist das erste Café dieser Art in Berlin und öffnet heute Abend seine Tore. Neben einem hippen Café verstecken sich dahinter auch jede Menge Schmankerl aus Kunst und Kultur.

Ein Anti-Café will bewusst das Gegenteil eines gewöhnlichen Cafés sein. Der Fokus liegt daher nicht auf den Speisen und Getränken, sondern der Zeit die im Café verbracht wird. Diese wird den Besuchern daher mit jeder Menge Zusatzangeboten von Bücherecken über Spielekonsolen bis hin zu Co-Working-Plätzen versüßt und anschließend in Rechnung gestellt. Das erste Café dieser Art eröffnete 2010 in Moskau und schon wenig später sprießten Anti-Cafés in ganz Europa: Paris, London, Manchester, Indien, New York – sie alle haben Anti-Cafés; und ab dem kommenden Wochenende darf sich auch Berlin in diese Liste einreihen.

Solch ein außergewöhnliches Konzept verlangt nach einer ebenso außergewöhnlichen Location. Diese haben Louna Shou und Nina Martin in den Räumlichkeite mit vintage DDR-Möbeln sowie viel Licht dank Glasfront und Terrasse haben sie in Kooperation mit Selim Özadar ein einladendes Ambiente verwandelt, in dem sich durchaus die ein oder andere Stunde verweilen lässt – oder sollten wir lieber sagen, der ein oder andere Euro investieren?

Fünf Cent pro Minute kostet der Aufenthalt im Be’kech. Hierfür sind neben klassischen Café-Angeboten und einem vegan-vegetarischen Buffet zahlreiche Inspirationen zum Zeitvertreib geboten: Relaxen in den mehrsprachigen Bücherecken, Arbeiten in den Ruhekabinen, Brainstormen im Co-Working Space. Besonders für letzteren Zweck haben Louna und Nina Be’kech perfektioniert. So steht zusätzlich ein Meeting-Raum mit Basis Büroausstattung zur Verfügung. Auch der Zugang zu einem internationalen Gründernetzwerk ist beim Co-Working Arrangement im Anti-Café inklusive. Mit diesem Konzept bringen die Gründerinnen ihre beruflichen Vergangenheiten in Kultur und Unternehmertum in Einklang.

Das permanente Unterhaltungsangebot werden regelmäßige Kunst- und Kulturevents ergänzen. Lesungen, Musikveranstaltungen, Workshops, Film-Screenings: Louna und Nina haben große Pläne für Berlins erstes Anti-Café. Einen ersten Vorgeschmack gibt es heute Abend, Freitag 23. Juni, ab 18:00 Uhr. Bei der Eröffnungsparty mit DJ Yes’in stehen die Türen allen offen, die sich selbst ein Bild vom Prinzip Anti-Café machen wollen. Noch nichts vor am Wochenende? Dann auf nach Wedding! Und nicht vergessen: Zeit ist Geld, also nutzt sie – zu tun gibt es im Be’kech genug.

Website: Be’kech