Ein modernes bayerisches Wirtshaus: Servus Heidi

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Servus Heidi

Nicht noch so ein typisch bayerisches Lokal, braucht das München wirklich? Ja, das neue Restaurant im Westend mit dem erinnerungsträchtigen Namen „Servus Heidi“ kann München sehr gut gebrauchen. Hier gibt es anstatt eingestaubter, fettiger Traditionsgerichte eine moderne bayerische Küche und gute Laune Atmosphäre gleich mit dazu.

Zu verdanken ist der Zuwachs der Hotelgruppe Roomers. Bald eröffnet die Gruppe auch in München eines ihrer Lifestyle Hotels. Das moderne Luxushotel befindet sich dann in der Landsberger Straße, also unweit vom Hauptbahnhof und der Wiesn. Weil den Verantwortlichen der Standort München schnell ans Herz gewachsen ist, stand nach kurzer Zeit fest, sie wollen mehr als nur den Münchner Hotelmarkt aufmischen. Gesucht und auch gefunden wurde dann eine Restaurant-Location mit zentraler Lage.

Das Konzept war anfangs noch völlig unklar, es sollte zur Umgebung und dem Lokal passen. Der ehemalige Bergmannhof Ecke Bergmannstraße und Landsberger Straße sollte es werden. Beim Brainstorming zum Konzept und dem Namen wurde das gesamte Team mit einbezogen. Der leichtere Part war die Entscheidung, dass es ein modernes Wirtshaus werden soll. Beim Namen war es dann schon nicht mehr so einfach. Einprägsam sollte er sein, wiederspiegeln wofür das Lokal steht und jeder sollte sich damit identifizieren können. Servus Heidi war eigentlich nur als Scherz gedacht und nicht ernst gemeint gewesen. Aber wie so oft entstehen im Spaß die besten Ideen. Am nächsten Tag klang der Name dann ganz und gar nicht mehr abwegig und aus Spaß wurde Ernst.

Viel musste am Interieur nicht verändert werden. Bereits der Bergmannhof, wenn auch spezialisiert auf italienische Küche, bestach durch viel Holz und eine gute Raumaufteilung. Umso mehr konzentrierte sich das Team auf die Details. Entstanden ist eine Mischung aus traditionellen Materialien mit innovativem Design.  Auf den Fensterbrettern stehen zum Beispiel kleine Bierfässer, die zu Lampen umfunktioniert wurden. Die Wände zieren alpenländische, aber moderne Motive. Ein bisschen kitschig und zugleich traditionell und gemütlich.

Auch die Terrasse kann sich sehen lassen. Obwohl sie am Eck zur viel befahrenen Landsberger Straße liegt ist sie einladend und Straße sowie Verkehr rücken schnell in den Hintergrund.

Auf der Speisekarte findet man weniger innovative, dafür klassische Gerichte mit einem modernen Twist. Obazda ist ein Muss, da kommt man als bayerische Gaststätte nicht dran vorbei. Darüber hinaus gibt es zur Vorspeise ein Rindertatar, gebackene Weißwurststückerl mit Salat oder einen frischen Wildkräutersalat mit Ziegenkäse.

Weiter geht es dann mit einem Münchner Schnitzel oder dem Krassen Wammerl. Klingt gewöhnungsbedürftig, aber wenn man dann ins Detail geht und heraus findet, dass der Schweinebauch 36 Stunden im Ofen geschmort hat, dann ist „krass“ doch ein sehr passendes Adjektiv. Das Fleisch ist zart und saftig und hat nicht viel gemein mit einem zähen Stück Fleisch, das man von diversen Grillabenden kennt. Dazu gibt es saftige Krautflecken und zweierlei Knödel – Spinat & Kürbis. Knödelfans werden sich über ein Knödeltrio freuen. Neben den zwei bereits erwähnten Sorten gesellt sich beim Trio noch ein  Rote Beete Knödel und nussige Butter dazu.

In der Servus Heidi kann man sich auf einen geselligen Abend einstellen. Service, Musik und die Stimmung sind locker, manchmal auch ein wenig frech – eben modern bayerisch und nicht altbacken. Sonntags, montags und mittags ist geschlossen.

Webseite: http://www.servusheidi.de/