Wellness im Wiesergut – Kurzurlaub im Salzburger Land

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Das kleine, familiengeführte Luxushotel Wiesergut mit 17 Gutshof-Suiten und 7 Garten-Suiten ist der ideale Zufluchtsort für verspannte Städter und gehetzte Großstadtmenschen. Hier, mitten in den österreichischen Alpen, dürfen endlich alle Sinne Urlaub machen und werden standesgemäß verwöhnt: von luxuriösen Wellnessanwendungen im eleganten Spa, vom exquisiten Slowfood aus hauseigener Produktion und einer Architektur, die gekonnt Tradition und Moderne, Strenge und Natur verbindet.

Das größte Wander- und Skigebiet Österreichs

Ich war schon immer ein großer Fan von Kurz- und Wochenendurlauben. Nichts lässt mich in stressigen Zeiten mal wieder so richtig durchatmen wie zwei Tage weg von daheim, an einem Ort, wo man sich um nichts kümmern muss und alle Alltagsgedanken und Arbeitssorgen weit weg scheinen. Wichtig für solche Kurztrips ist natürlich immer, dass die Fahrtzeit sich in Grenzen hält. Die zweieinhalbstündige Autofahrt von München nach Hinterglemm im Salzburger Land lege ich in Zukunft sicher noch des Öfteren zurück. Denn dort liegt das wunderbare Designhotel Wiesergut, im Herzen des größten Ski- und Wandergebiets Österreichs, Saalbach Hinterglemm, umgeben von Alpenpanoramen und grünen Kuhweiden.

Naturnahe Architektur zwischen Tradition und Moderne 

Das Hotel wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar, und fast wären wir vorbeigefahren. Ein Plus, wie sich bald herausstellt, denn alles Sehens- und Erlebenswerte liegt abseits der Landstraße, hin zu den sanften Hügeln der Bergwiesen. Dort hört man dann nur noch das leise Surren der Gondeln, die einen bequem auf die umliegenden Gipfel tragen.

In dem modernen, flachen Gebäude mit großen Glasfronten werden wir an einem großen Holzschreibtisch von einer jungen Frau in moderner Tracht herzlich empfangen und mit einem hausgemachten Obstsaft aus Früchten aus dem Garten begrüßt. Nach dem Check-in folgen wir unserem Gepäck durch einen langen, lichtdurchfluteten Gang mit Bücherregalen, gemütlichen Sesseln und bodentiefen Fenstern in eine der Garten-Suiten, die für die kommenden Tage unser „home away from home“ sein wird.

Die Architektur des Wieserguts vereint auf elegante Weise moderne und traditionelle Elemente, verwendet wurden Materialien wie Altholz, Eisen, Glas und Naturstein, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch angenehm anzufassen sind. Das Hotel ist in U-Form um einen Patio herumgebaut, in dessen grünen Garten man durch die großen Glasfronten blickt. Über dem Restaurant erheben sich auf mehreren Etagen die Gutshof-Suiten, alle mit kleinem Balkon oder Terrasse und Blick auf die Hänge der Hausberge.

Unsere Garten-Suite im Erdgeschoss ist wirklich spektakulär. Sie kommt, mit Ausnahme der Toilette, komplett ohne Wände aus. Die Raumstruktur wird hier ausschließlich durch zwei Ebenen und ein dekoratives Eisengitter geschaffen. Die meterhohe Fensterfront zur Terrasse taucht den ganzen Raum in Sonnenlicht, Holzfußboden und –decke sorgen trotz klarer Linien für atmosphärische Wärme. Der große Kamin bildet das Zentrum der Suite und macht sie am Abend noch wohnlicher – spätestens bei einem Glas Wein am Feuer kommt echtes Urlaubsgefühl auf.

Die Architektur des gesamten Hotels scheint sich am Ausblick zu orientieren. Denn egal ob aus der großen Glasdusche, der freistehenden Badewanne, dem gemütlichen Bett oder der Sitzecke am Kamin, der Blick geht stets ins grüne Weite vor dem Fenster. Highlight unserer Terrasse ist natürlich der in den Holzboden eingelassene Hottub, den wir später am Abend bei einem Whiskey Sour und dem besten Topfenstrudel mit Beeren, den wir aus dem Restaurant aufs Zimmer mitgenommen haben, genießen.

Hausgemachtes Slowfood aus eigener Landwirtschaft

Apropos Essen. Als wir am ersten Abend erst um kurz nach neun ins Restaurant kommen, ist dieses noch immer gut besetzt, eine Familie mit Kindern unterschiedlichen Alters und einige Paare, alte und junge, sitzen an den schönen Holztischen bei weichem Licht und keiner (!) Musik.

Wir beginnen mit einem kleinen Aperitif und bekommen vom Oberkellner des Hauses erst einmal eine Portion Bauernbrot mit Kräuterdip serviert, natürlich beides hausgemacht und mit Kräutern aus dem Wiesergut-Garten. „Von der Oma“ stammt das leckere Amuse bouche, verrät uns unser Kellner. Und wie wir mit der Zeit lernen, ist „die Oma“ für so manche rustikale Köstlichkeit verantwortlich, die im Restaurant bei Frühstück und Abendessen auf unseren Tellern landet. Das Wiesergut ist eben ein echter Familienbetrieb, da packen alle mit an.

Wir sind nach Arbeit und Autofahrt so richtig hungrig und stellen uns aus der Karte unsere eigenen 5-Gänge-Menüs zusammen (die Portionen sind so reichlich, dass ich in den kommenden Tage auf 4 bzw. 3 Gänge umschwenke…). Die Küche ist ausgezeichnet und konzentriert sich auf das Wesentliche, mit erntefrischen Naturprodukten aus der familiengeführten Landwirtschaft, einer hausgemachten Wildkräuterküche, Speck und Rindfleisch vom Pinzgauer Milchkalb, Milch und Eiern aus eigener Erzeugung. Im Sommer kommen leckere Obstkuchen und hausgemachte Marmeladen aus dem Garten dazu, die vor allem das üppige Frühstück bereichern.

Bis heute verzehre ich mich nach den pochierten Eiern mit Kräuterhollandaise, die uns zum Frühstück auf der Zimmerterrasse serviert wurden – ohne Aufpreis darf man sich im Wiesergut nämlich aussuchen, ob man den Tag kulinarisch lieber im Bett, auf der eigenen Terrasse oder im Restaurant starten möchte. Ich finde, das ist ein echtes Highlight für Langschläfer und Kurzurlauber auf der Suche nach Erholung! Der Service ist dort wie hier ausnehmend freundlich und professionell, ohne je steif oder unpersönlich zu sein. Außerhalb der Mahlzeiten dürfen wir uns an den essbaren Gärten, den Streuobstwiesen oder den Beerenbeeten rund um das Hotel vergreifen – und tun das auch mit Vergnügen.

Wellness mit Blick in die Berge

Nach einer Wanderung auf den Hausberg, den Zwölferkogel, werfen wir uns für eine Runde in den großzügigen Indoorpool und legen uns, ganz die Uniform aller Spas, im weißen Bademantel auf die Liegen im Garten, um die Nachmittagssonne zu genießen. Für den nächsten Tag haben wir eine Massage, ein Ganzkörperpeeling und eine Gesichtsbehandlung gebucht, um uns endlich einmal wieder rundum erneuert zu fühlen. Alte Haut ablegen, sich eine neue zulegen quasi.

Im Behandlungsraum mit Sicht auf die Berge genieße ich bei meinem Peeling – sozusagen als Nebenprodukt – eine herrliche Ganzkörpermassage und die Kosmetikerin berät mich für meine nachfolgende Gesichtsbehandlung gemäß meinem Hauttyp und gewünschten Ergebnis. Sie nimmt sich Zeit, kennt sich aus und will mir nichts verkaufen – so bleibt es schließlich auch beim vereinbarten Preis, obwohl ich auf ihren Rat hin spontan ganz andere Behandlungen ausgewählt habe, als ursprünglich geplant (ich lerne, dass eine Lymphdrainage nicht das Richtige für mich ist…). Das hat Stil, finde ich, und zeugt von der Führung des Hotels, der es eben vor allem um die Gäste und deren Wohlbefinden geht.

Auch meinem Mann hat seine Massage sichtbar gutgetan. Er wirkt wie ich entspannt und fit, bereit für die kommenden Arbeitswochen. Bis zum nächsten Kurzurlaub.

Website: http://www.wiesergut.com