Feine mediterrane Küche: Cucina Corleone

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Nur 5 Minuten von der Münchner Freiheit entfernt serviert man in der „Cucina Corleone“ feine mediterrane Küche. Mit ihrer ganz eigenen Interpretation von italienischer Mittelmeerküche, haben Inhaber Hassa Kohestani und sein Team die Ära „Plaza Mayor“ beendet und sich an ein neues, bodenständigeres Konzept gewagt.

Das Restaurant liegt in einer ruhigen Seitenstraße, unweit der Münchner Freiheit. Es gibt eine kleine Außenbestulung vor dem Restaurant, einen großen Gastraum inklusive Lounge und einen kleinen Nebenraum für Veranstaltungen. Nicht nur die Karte, sondern auch das Design hat sich im Vergleich zum Plaza Mayor sichtlich verändert. Über der Bar hängen Tomatensugo-Dosen, die zu Lampen umfunktioniert worden sind und im Lounge-Bereich laden verschiedene Sofas und Sessel zum gemütlichen Verweilen ein. Durch die freigelegten Backsteine der Wände entstand ein rustikales und wohliges Ambiente.

Vorbei sind die Zeiten von puristisch- modernen Tellern und hohen Preisen.  Seit dem Frühjahr konzentriert man sich in der „Cucina Corleone“ auf bewährte Klassiker der italienischen Küche, jedoch neu interpretiert.                  „Gute Qualität und faire Preise sind uns besonders wichtig.“, verrät uns Kohestani bei unserem Besuch, „wir haben die Basics neue interpretiert, aber eben mit ein bisschen Raffinesse“.

Auf der Karte findet man deshalb Klassiker wie Bruschetta, Vitello Tonnato mit Kapernäpfeln und Linguine Carbonara. Moderner wird es dann beim Thunfisch Tatar mit Granatapfel & Frühlingszwiebel oder bei einem Entrecôte an Pak Choi und Tropea Zwiebeln. Besonders stolz präsentiert uns Koch Patrick seine Tagliatelle Scampi. Und tatsächlich sind wir positiv überrascht von diesem doch eher experimentellen Gericht. Nicht weiße, sondern schwarze Sepia-Nudeln sind dekorativ auf dem Teller eingerollt – verfeinert durch eine leichte Langustensauce mit Dill. Wir sind entzückt von der Kombination und lassen es uns schmecken!

Das Dessert, natürlich Tiramisu – wie sollte es auch anders sein – ist in der Cucina Corleone dann noch das abschließende Highlight. Trotz wenig Sparksamkeit an Mascarpone, ist das Dessert locker und luftig.

Wer nach dem richtigen Tropfen Wein zum Essen sucht, lässt sich am besten beraten. Nicht gerade billig, aber jeden Cent wert ist ein Gläschen vom Ànima Negra ÀN/2  aus Mallorca. Seit einem Urlaub auf der Insel zählt der kräftige Rotwein zu den Lieblingssorten des Inhabers.

Kohestani legt großen Wert auf eine gute Nachbarschaft.  Gerne läd er diese auf das ein oder andere Fläschen Wein ein – kleine Bestechungspräsente unter Nachbarn sozusagen. Auch wenn am Wochenende zur späteren Stunde gerne mal das Licht gedimmt und die Musik etwas aufgedreht wird – das Miteinander ist wichtig. Die Cucina Corleone zählt an Wochenenden zu den Lokalitäten, die man nach dem Essen nicht für eine Bar verlassen muss.              Je nach Stimmung der Gäste kann es dann schon mal ein bisschen feucht fröhlich und länger werden.

Webseite: http://www.cucinacorleone.de/