Katalanisches Weintrinken an der Isar: Barna

Geschrieben von

In der Barcelona-Style Eatery „Barna“ im Dreimühlenviertel gibt es nicht nur typisch spanische Tapas, sondern auch erlesene Weine und erfrischende Sangria-Varianten. Die Katalanin Gemma Ripol Soler möchte mit ihrer Eatery zeigen, dass Spanien mehr als nur Tapas zu bieten hat und erfüllt sich mit dem Barna einen ganz persönlichen Traum.

Während ihres Studiums in Paris war sie von den stylischen Weinbars der Metropole fasziniert. Diese Inspiration und die Tatsache, dass sie ihren geliebten Jamón Ibérico sehr vermisste, führte im Mai 2016 zur Eröffnung des „Barna“. Von außen eher unscheinbar fällt beim Betreten des Lokals schnell auf, dass sich dieser nicht mit den Tapas-Läden der Stadt vergleichen lässt. Das Design erinnert an DIY. Für die Lichtinstallation wurden Wasserrohre umfunktioniert, alte Obstkisten dienen als Regale und an der Wand hängt in Leuchtschrift der Name „Barna“ – der einheimische Name für Barcelona.

Am frühen Abend, wenn das Lokal noch weitestgehend leer ist, wirkt die Einrichtung fast ein wenig spartanisch. Wenige Tische sind eher zufällig gestellt, der größere Teil des Raums ist unbestuhlt. Es dauert jedoch nicht lange, dann füllt sich der Raum mit Gästen und der Geräuschpegel steigt. Das Barna ist kein Restaurant, sondern vielmehr eine gemütliche Weinbar mit ausgewählten spanischen Köstlichkeiten.

Genuss wird großgeschrieben, deshalb werden die Produkte auch direkt aus Spanien importiert. Getreu dem Motto „sharing is caring“ stehen auf der Karte viele Gerichte zum Teilen. Wer den luftgetrockneten Schinken ebenso liebt wie Gemma bestellt sich EMBUTIDOS IBÉRICOS, eine bunt gemischte Platte mit dem besten vom Ibérico Schwein. Wenn dann die Entscheidung zwischen Wurst- oder Käseplatte mit Unentschieden ausfällt: kein Problem, es gibt ja auch eine „Mixto“ Variante.

Neben ausgewählten Wurst- und Käsespezialitäten gibt es auch köstliche, hausgemachte Croquetas und Buñuelos de bacalao, Kabeljau Bällchen mit Aioli. Beim Trio de aceitunas bekommt man naturgereifte schwarze Oliven aus Aragón, grüne Arbequina und Gordal Oliven serviert.

Und zum Dessert winkt dann eine ungewöhnliche Komposition: Pa amb xocolata, oli i sal – geröstetes Weißbrot mit Schokosoße, Olivenöl und grobem Meersalz. Klingt komisch, schmeckt aber köstlich. Eben ohne viel Chichi – genau das macht es aber umso köstlicher.

Als Aperitivo serviert man im Barna drei verschiedene Sangría Varianten, darunter eine prickelnde mit Cava Brut, Cointreau, Himbeere und Minze. Dazu gibt es eine besondere Auswahl an spanischen Weinen. Vom trockenen Weißwein über Cava, bis hin zum kräftigen Rotwein aus der Rioja Region;  für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und weil die Spanier ausgesprochene Gin-Liebhaber sind, gibt es auch ein ausgeprägtes Gin Tonic Angebot.

Mit dem Barna gelingt es Gemma ein Stück Barcelona nach München zu importieren. Die Lebensfreude inklusive. Und deshalb lautet das Motto der Spanierin auch „feed your soul“… Na dann, vamos a la Barna!

Webseite: http://www.barnabar.com/