Mashery Hummus Kitchen im Kwartier Latäng

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Wo ist denn hier die nächste Hummusia (Hummus-Imbiss), wurde man von israelischen Couch-Surfer Gästen gefragt? „Gibt es nicht“, war die Antwort und die Reaktionen darauf: fragende Gesichter. Nach kurzem überlegen und einer Israel-Reise später war klar: Hummus is King und das trostlose Dasein eines Dips sollte hiermit beendet werden.

Ja, das ist eine gute Frage, sagt Julian, einer der Inhaber der Mashery Hummus Kitchen, als ich ihn spontan frage, was der Name des Ladens bedeutet. Machery? Ein Name, der das Erlebnis beschreibt und gleichzeitig auch noch in 10 Jahren cool ist. Zeitgeist ja, hipster hip und fancy wollten wir irgendwie nicht. Mashery kommt von „to mash“, also vermanschen. Und das ist tatsächlich das, was man mit Hummus am liebsten veranstaltet, man dippt und tunkt und vermischt. Aber nicht nur das, sondern auch das Mischen von verschiedenen Einflüssen soll hier beschrieben werden. Die Fusion der orientalischen Küche mit mexikanischen, spanischen oder deutschen Einschlägen.

Das Ambiente ist clean und doch farbenfroh, wenn man den kleinen aber feinen Laden auf der Roonstraße in Köln betritt. Weiße, rosa und knallblaue Accessoires definieren das Raumkonzept. Große Plakate an den Wänden, die dir die Philosophie des Ladens direkt ins Gesicht schreien: Say yes to Hummus! Wir sind dabei!

Alles angefangen hat es 2015 mit der Idee Hummus-Gerichte bei Streetfoodmärkten zu verkaufen.  Am optimalen Rezept wurde lange gefeilt, bis die drei Freunde Vera, Rhaya und Julian endlich zufrieden waren. Einige der Rohwaren kommen direkt aus Israel. Alles andere frisch vom Markt. Und das schmeckt man auch.  Seit Mai gibt es die Hummus Kitchen jetzt auf der Roonstraße im Kwartier Latäng. Ein fester Anlaufpunkt sollte her. Man wollte sich weiterentwickeln. Sesshaft werden. Eine große Fensterfront, großer offener Tresen und eine kleine Außenbestuhlung laden zum Verweilen ein. Unkompliziert wirkt alles. Man bestellt am Tresen, setzt sich gemütlich hin, quatscht fröhlich eine Runde und schwupps ist das Essen auch schon da.

Einmal das Mittagsgericht bitte, den Nahost-Kost Lunch! Und dabei können wir auswählen zwischen einem Basis-Hummusteller, wahlweise mit Feta & Zucchini, gebratenen Champignons und Pinienkernen oder einfach nur Kichererbsen. Dazu Falaffelbällchen mit einem herrlich frischen Petersilien/Gurken/Tomatensalat, der sich da Arabic-Israelic Salad nennt. Gepickelten Blumenkohl kann man sich so viel man möchte dazunehmen. Frisches Pita Brot gibt’s auch. Damit das dippen und manschen auch standesgemäß von Statten geht. Noch schnell ein Getränk aus dem Kühlschrank geholt. Wir sind begeistert.

Die Portionen sind üppig, aber auch unabhängig des Mittagstisches erwecken Beilagen wie gegrillter Halloumi oder Blumenkohl bei uns große Glücksgefühle. Der Cheesecake mit Brombeer-Kardamom-Marmelade ist großartig und vegan. Ob und weil wegen vegan, können wir nicht sagen. Ist uns aber auch Schnuppe. Es schmeckt.

Wir haben uns zuerst gefragt ob ein Restaurantkonzept, welches sich rein um Hummus dreht, überhaupt funktionieren kann. „Hummus gibt es doch schon ewig!“, „Was ist daran neu?“, pöbeln die Kritiker. Und ja, Hummus ist nicht neu, aber dies in den Fokus zu rücken schon und dass es irgendwie mehr als ein Dip ist, auch. Vegetarische Konzepte finden immer mehr Anklang und nicht nur das. Auch die levantinische Küche erlebt laut Hanni Rützler und dem Zukunftsinstitut dieses Jahr einen absoluten Boom. Frische Zutaten, gesunde Fette, Gemüse statt Fleisch und das Zelebrieren und Teilen des Essens stehen im Fokus. Und in diese Kerbe haut die Mashery eben auch. Ganz im Sinne des Mottos: Say yes to Hummus!

http://www.mashery-hummus.de/