Flüssiges Glück: Top 7 Suppen in München

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Winterzeit ist Suppenzeit. Nichts versüßt einem die Mittagspause an einem typisch nasskalten Münchner Wintertag so wie eine Schale heißer, duftender Suppe. Gleichzeitig sind Suppen als Mittagsgerichte meist schnell serviert und halten dank hohem Nährwert lange vor – zumindest die, die wir für euch ausgesucht haben. Als Trends können wir festhalten: Asiatische Suppen, Suppen als Hauptgerichte, Suppen ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe und aus regionalen Produkten sind absolut im Trend, gern gepaart mit frisch gepressten Säften und kleinen Desserts. Hier kommen unsere liebsten Münchner Lokale für Suppenkasper (und natürlich: für Suppenkasperinnen).

#1 Urban/Soup

Der Concept Store von Urban/Soup liegt im Herzen Münchens in der Rumfordstraße unweit des Viktualienmarkts. Er ist klein, hipster-stylish in schwarz gehalten und es steht immer ein netter, junger Typ hinter der Theke. Die Suppen sind als vollwertige Mahlzeiten konzipiert, Urban/Soup hebt die Suppe also vom Vorspeisen- in den Hauptspeisenstatus. Die Karte ist mit sechs verschiedenen Sorten übersichtlich: Tom’s Tasty Chorizo Sensation, Smoky Vienna, Shiny Shrimp, Himalayan Dhal (Vegetarisch), Creamy Coconut (Vegan) und Olivia’s Healthy Tomato (Vegetarisch). Die Suppen kommen in zwei Größen und werden 100% recyclebar in Gläsern (mit schickem schwarzen Sleeve gegen Verbrennungen) mitgenommen, die man beim nächsten Mal wieder mitbringt. Dazu gibt’s eine knusprige Mini-Semmel und einen Apfel als gesunden Dessert-Snack, wenn man möchte. Zugegeben: Die Preise sind saftig – die Suppen aber auch. Empfehlenswerte Lunchoption!

#2 Münchner Suppenküche

Die Suppenküche war zuerst da. Schon als Kind mit meiner Mama bin ich samstags über den Viktualienmarkt geschlendert und wir haben mittags eine Suppe in der Suppenküche gegessen. Die war damals optisch noch etwas grattlig, aber schon genauso voll und beliebt wie heute. Das aber auch verdient, denn die Suppen sind seit über 30 Jahren unverändert gut, ohne Konservierungsstoffe oder sonstige Zusatzschweinereien. Klassiker sind natürlich die Brühenkreationen, wahlweise Hühner- oder Ochsenbrühe; als Einlage kommen Nudeln, Maultaschen und Fleischfetzen in Frage. Aber auch die Suppenküche hat sich angepasst und bietet mittlerweile eine köstliche Karotten-Kokos-Ingwer-Suppe oder sogar thailändische Eintöpfe an. Wenn man Glück hat und kein Problem damit, sich einen Tisch mit anderen zu teilen, sitzt man nett im Zelt hinter dem Stand. Natürlich eignet sich aber alles auch zum Mitnehmen. Unser Tipp: Etwas Zeit mitbringen, die Schlangen in der Mittagszeit sind meist lang!

#3 Takumi

Der Ra-men Trend hat längst auch München erreicht, und so tingeln wir alle fröhlich und hip in die besten Ra-men Lokale, um uns grad im Winter an den großen Nudelsuppen aus köstlicher Brühe zu wärmen. Im Takumi in der Heßstraße in Schwabing gibt es eine stattliche Auswahl der reichhaltigen Suppen in verschiedenen Varianten: Shoyu mit Soja-Sauce, Shio auf Salzbasis und Miso mit Miso-Paste. Als Einlage gibt es typischerweise zarten Schweinebauch, ein halbes Ei, Bambus, Wood Ear Mushrooms, Frühlingszwiebeln und Algen. Im Takumi können Suppentöpfe nach Belieben erweitert und weitere Einlagen hinzugefügt werden. Montag bis Freitag gibt es zur Lunchzeit ein spezielles Mittagsangebot, das jeweils eine Ra-men mit einer kleinen Vorspeise, zum Beispiel knusprig gebratenen Gyoza oder frittierten Hähnchenteilen, kombiniert. Auch empfehlenswert ist die Spezial-Suppe Tan Tan Men, eine cremig-scharfe Brühe mit Hackfleisch und Gemüse. We love Ra-men!

#4 Viktus

Das Viktus in der Zielstattstraße auf dem Luitpoldgelände liefert, nach eigener Beschreibung, köstliche, schnelle, gesunde Mittagsgerichte, die (dennoch oder genau deshalb) Spaß machen. Der Name stammt, wie auch beim Viktualienmarkt, vom lateinischen Begriff „victus“ ab, was schlicht „Lebensmittel“ bedeutet. Auch hier wird auf Konservierungs- und Zusatzstoffe jedweder Art verzichtet, dafür gibt es frisch gekochte Gemüse-, Fleisch- und Fischbrühen als Suppengrundlage. Wo es geht, werden die Zutaten regional bezogen – ein Curry lässt sich aber schlecht ohne indische Gewürze zubereiten, radikal regional ist das Viktus also nicht. Hier gilt: „Erst das Umland und dann die weite Welt.“ Neben köstlichen Suppen und Eintöpfen, darunter zum Beispiel eine Rote-Linsensuppe oder eine skandinavische Fischsuppe, gibt es auch noch Nudelgerichte, frische Säfte und Desserts. Unser Tipp: Wer regelmäßig Heißhunger auf Suppe hat, sollte sich die Viktus-Karte zulegen. Die kostet 27 Euro, erkauft einem aber ein Suppen-Guthaben im Wert von 30 Euro!

#5 Spoon Up

Das Spoon Up am Weißenburger Platz im schönen Haidhausen bedient bestens die umwelt- und ernährungsbewussten Haidhausener Mamis und Papis, indem hier auf regionale, ökologisch angebaute, wertvolle Produkte gesetzt wird. Nein, nein, das meinen wir ja nicht böse. Regionale, ökologische Zutaten finden wir alle toll, genauso wie die Tatsache, dass hier die Suppen jeden Tag frisch zubereitet werden. Die Tageskarte variiert also regelmäßig und natürlich nach Saison, und sie ist mit drei bis vier Suppen pro Tag entsprechend überschaubar. Genau richtig für einen kleinen Mittagstisch, bei dem man sich schnell entscheiden will, um nicht wertvolle Pausenzeit zu verlieren! Dafür gibt’s auch öfter mal was Neues: Orientalisch, asiatisch, bodenständig, regional, es kann alles dabei sein. Wer sehr gesund sein möchte, gönnt sich dazu oder danach noch einen Fruchtshake. Wer nicht so gesund sein will, beendet den Lunch mit einem Dessert im Glas oder einem Stück Blechkuchen. We don’t judge!

#6 Yuzumuk

Das japanische Lokal Yuzumuk drängt sich in der winzigen Westenriederstraße mit einigen ähnlich kleinen Lokalen und hat sich mittlerweile zu einer festen Lunch-Institution etabliert. Das Interieur ist asiatisch-schlicht, mit schönen Holzmöbeln und farbigen Akzenten. Neben Sushi und leckeren japanischen Vorspeisen gibt es hier hervorragende Ra-men in vier verschiedenen Sorten: Die Kimchi Ra-men ohne Fleischeinlage (die Brühe ist dennoch nicht fleischlos) mit in Chili eingelegtem Chinakohl (längst auch für sich genommen ein Trendgericht), die Tonkotsu Ra-men mit Schweineknochenbrühe, die Cashu Ra-men mit ganz weich gekochtem, zartem Schweinefleisch und die Miso Ra-men mit einer Miso-Brühe, mein persönlicher Favorit. Die Suppen sind groß und sehr gehaltvoll, absolut ausreichend als Lunch. Deshalb sind auch die Preise um die 10 Euro pro Portion gerechtfertigt. Dazu trinkt man am besten einen kalten oder warmen grünen Tee und geht wohlig und gesund genährt zurück in die Arbeit. Itadakimasu!

#7 Gusto

Das Gusto in der Donnersbergerstraße in Neuhausen beschreibt seine Mission als „ehrlichen Genuss“. Soll heißen: Frisch und saisonal, ohne Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Die Lieferanten der verwerteten Produkte sind handverlesen nach den Kriterien Herkunft und Nachhaltigkeit. Die Karte wechselt ständig und bietet immer eine kleine Auswahl an Suppen, Eintöpfen, zum Beispiel Kichererbseneintopf oder Portugiesischen Süßkartoffeleintopf, Currys, beispielsweise Panang Thaicurry oder Mulligatawny, eine Currysuppe mit Huhn, Broten und/ oder Salaten an. Zum Nachtisch gibt es was aus der Kuchentheke. Man sitzt entweder im schlichten, hellen Lokal mit großer Glasfront zur Donnersbergerstraße oder lässt sich seinen Lunch zum Mitnehmen einpacken. Das Gusto bietet auch Catering und Lunchservices für Büros!