Streetart meets Fine Dining: Das MURAL

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MURAL Restaurant

Vor fast genau einem Jahr öffnete Deutschlands erstes Museum für Urban Art in München seine Pforten. Da soll noch mal einer sagen, München hätte keine Szene. Das MUCA – Museum of Urban and Contemporary Art – ist längst der neue Hotspot in der Altstadt und hat nicht nur für Kunstliebhaber was zu bieten. Mit dem MURAL ist hier auch noch ein Restaurant entstanden, das mit einem staubigen Museums-Café nichts zu tun hat – aber dafür alles mit Fine Dining.

Moritz Meyn, in der Münchner Restaurantszene eine bekannte Größe, lädt im MURAL in sein nun drittes Restaurant ein. Und er überrascht mit einem wieder anderen Konzept. Während das „Isses“ in Schwabing Bar und mexikanische Küche vereint, und das „Kopper“ in der Maxvorstadt auch anspruchsvolleren Geschmacksnerven gerecht wird, bietet Meyns drittes Restaurant Fine Dining in entspannt-cooler Streetart-Atmosphäre.

Ein Teil des ehemaligen Umspannwerks, unschlagbar zentral gelegen in der Hotterstraße in der Münchner Innenstadt, wurde vor rund einem Jahr zu Deutschlands erstem Museum für Urban Art umgebaut. Präsentiert werden dort wechselnde Ausstellungen renommierter Künstler aus der Street- und Urbanart-Szene. Darüber hinaus bietet das MUCA ein großes Bildungsprogramm mit Workshops, Vorträgen und Touren für Erwachsene und Kinder. Das Museum ist auf mehrere „Kunsterlebnisebenen“ aufgeteilt und soll auch experimentellen Formaten eine Bühne bieten.

Im hauseigenen MURAL Restaurant serviert man mittags ausgefallene Lunch-Gerichte und abends anspruchsvolle 4- oder 6-Gänge-Menüs. Sonntags ins Museum und davor noch lecker brunchen? Auch kein Problem, denn von 10 bis 16 Uhr gibt es noch zusätzlich eine feine Brunchkarte, die mit hausgemachtem Granola, Shakshuka oder Turkish Eggs ordentlich für den Museumsbesuch stärkt.

Vielleicht ist der eine oder die andere versucht, zu sagen: Streetart-Look und Fine Dining? Das passt doch nicht zusammen! Geschäftsführer Moritz Meyn sieht das anders: „Unsere Menüs passen zu jedermann, sie sind frisch und modern – wie Streetart.“ Frisch und modern ist auch der Gastraum. Hier wird der typische Industrial Chic, sprich hohe Decken, offen liegende Rohre, geflieste Wände, mit Wandmalereien internationaler Streetart-Künstler und Graffiti-ähnlichem MURAL-Schriftzug kombiniert. Daraus entsteht eine Ästhetik des Imperfekten.

Analog zur Wandkunst zaubert Chefkoch Clemens Pfister kleine Kunstwerke auf die Teller: in knalligen Farben und mit ausgewählten, oft ausgefallenen Gewürzen. Seine Küche ist so vielseitig wie die Kunstszene und wird ebenso kontinuierlich neu erfunden. Ente mit Petersilienwurzel, Walnuss und Limettencreme, Ceviche vom Oktopus oder Ossobuco – nur eine kleine Auswahl seiner Kreationen.

Derzeit findet man für Vegetarier zwar noch kaum etwas auf der Karte, aber Meyn versichert uns: „Vegetarier sind jederzeit herzlich willkommen. Wir arbeiten aktuell noch an einem vegetarischen Menü und stellen in der Zwischenzeit gerne ganz spontan etwas zusammen.“ Dazu gibt es für alle natürlich auch die passende Weinbegleitung. Die Weinkarte im MURAL braucht sich nicht zu verstecken. Im Gegenteil, manche Weine werden sogar eigens für das Restaurant abgefüllt!

Zwar liegt der Fokus der Küche auf den perfekt abgestimmten Menüs, aber auch à la Carte ist möglich. Es wäre allerdings schon fast tragisch, hier nur ein oder zwei Gerichte zu wählen! Und da die Gerichte im Minimalstil benannt sind (sie heißen stets wie ihre Hauptzutat), liest sich ein 6-Gänge-Menü ohnehin nur wie eine Kleinigkeit: CEVICHE – AUBERGINE – KRABBE – HIRSCH – KÄSE – SCHOKOLADE. Ist doch nicht viel, oder?

Das MUCA und das MURAL verbinden gekonnt Kunst und kulinarischen Genuss im  Münchner Zentrum und lassen die Herzen all derjenigen höher schlagen, die einen weak spot für Kunst und Küche haben.

Webseite: http://muralrestaurant.de/