#berlingoestegernsee: Ein Gastspiel von Manuel Schmuck

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Inmitten des gläsernen Pavillons im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe befindet sich das Gourmetrestaurant Dichterstub’n, welches weit über die Grenzen Rottach-Egerns und den Tegernsee hinaus bekannt ist. Bereits Ende letzten Jahres wurde viel über das Restaurant berichtet. Sternekoch Michael Fell verließ die Egerner Höfe nach insgesamt 25 Jahren Betriebszugehörigkeit aufgrund von gesundheitlichen Gründen. Ab Juni 2018 wird Zwei-Sterne-Neuzugang Thomas Kellermann die Position des ehemaligen Küchendirektors nachbesetzen. Und was passiert in der Zwischenzeit in der Dichterstub’n?

Um die Wartezeit auf den neuen Küchenchef zu überbrücken, wollten sich Graf und Gräfin von Moltke, die Inhaber des Hotels und Restaurants,  etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eine ausgefallene Interimslösung sollte her. Klaus Graf von Moltke hat sich in seinem Bekanntenkreis lange umgehört und stets nach Jungköchen, mit einer kreativ-abstrakten Küche, Ausschau gehalten. Hellhörig wurde der Graf vor allem als ihm jemand vom ehemaligen Sohn des Bürgermeisters von Reit im Winkl erzählte. Dabei handelte es sich um den gefragten Nachwuchskoch Manuel Schmuck, der aus der Schmiede des berühmten Wiener 4-Hauben-Restaurants „Steirereck“ kommend nach Berlin aufgebrochen war. Dort hat er den Newcomer Restaurants „REINSTOFF“  und „MARTHAS“, in letzterem als Küchenchef, in Berlin einstimmigen Applaus und Traumnoten der Gourmeszene erkocht. Zudem wurde der 29-Jährige im Jahr 2015 zu den „Top 30 unter 30“ auf die Forbes Liste Europa gewählt. Klaus Graf von Moltke zögerte bei diesem imposanten Lebenslauf keine Sekunde und lud den gebürtigen Oberbayern für ein Gastspiel in die Egerner Höfe ein.

Dort wird Manuel Schmuck unter dem Motto #berlingoestegernsee nun für die kommenden zwei Monate, Februar und März, seine Gäste in der Dichterstub’n kulinarisch verwöhnen. Das wollten wir natürlich nicht verpassen und so verschafften wir uns vor Ort selbst ein Bild des ersten Pop-Up-Restaurants am Tegernsee.

Die Einrichtung der Dichterstub’n versteht sich als eine Hommage an die literarischen Wurzeln von Rottach-Egern. Erkennbar vor allem an den Gemälden der wichtigsten Dichter dieser Epoche: Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Karl Stieler und Franz von Kobell. Inmitten des gläsernen Pavillon befindet sich ein offener Kamin, der eine wohlig warme Atmosphäre versprüht. Wenn man könnte, würde man sich am liebsten direkt vor das offene Feuer setzen um entspannt in die Geschichte eines Buches abzutauchen. Im Hintergrund vernimmt man leise Klänge elektronischer Musik, was im ersten Moment etwas kontrovers wirkt, sich aber sehr schön in das gemütlich moderne Ambiente einfügt.

Bevor wir in den Genuss des vielversprechenden 6-Gang-Menüs kamen, wurde uns vorher noch ein bisschen etwas über die Zutaten erzählt. Es wird sehr großen Wert auf die Qualität und Regionalität der zu verarbeiteten Produkte gelegt. Daher kommen 80% der Zutaten aus einer maximalen Entfernung von 80 km. Bei den restlichen 20% greift die Küche auch gerne auf hochwertige Produkte aus internationalen Gefilden zurück. Während wir der Philosophie des Küchenchefs lauschen, machen wir uns still über die aufgetischten Amuse-Gueules her. Es gibt kleine Leckereien, wie marinierten Blumenkohl auf schwarzem Sesam mit einem Kokosmilch-Dip, Guacamole und Bergkäse auf einem krossen Chia-Chip und Topinambur mit einer Vanille-Nussbutter-Mayo.  Laugenstulle mit Paprika, Sauerrahm, Distelmousse dazu einen Pastinaken-Teeaufguss sowie eine Shiitake-Pilzen Suppe mit Jus aus Bohnenkraut, garniert mit knusprigen Körnern aus Tempura-Teig.

Jetzt geht es aber endlich los: Die regulären sechs Gänge starten! Was sich hinter Namen wie Kombu-Huchen, Wild-Schweinebraten Sandwich, Bayerische Pad Thai, Beef’n’Cheese, Durchatmen, Kas und Kantstraße genau verbirgt, wollen wir hier gar nicht vorwegnehmen. Das muss einfach probiert werden!

So viel sei gesagt: die Gerichte sind eine Komposition aus verschiedensten Texturen und einzigartigen Geschmäckern, die in Kombination wirklich ein Gaumenfeuerwerk entfachen können. Aber nicht nur die Küche ist neu, kreativ und möchte Gelerntes neu interpretieren, auch die Sommelière brechen mit der klassischen Weinbegleitung und reichen neben diversen Weiß- und Rotweinen auch Craft-Beer und Sake zu den verschiedenen Gängen.

Und wen jetzt die Neugier gepackt hat, der sollte schnellstmöglich einen Tisch in der Dichterstub’n reservieren. Idealerweise kombiniert man das Dinner bei Manuel Schmuck gleich mit einem Aufenthalt in den Egerner Höfen. Für alle die, die neben der Spitzenküche auch das 5-Sterne Haus mit all seinen Vorzügen genießen möchten, bietet das Luxushotel seinen Gästen ein ganz besonderes #berlingoestegernsee-Arrangement an. Egal ob man es sich in den liebevoll eingerichteten Zimmern gemütlich macht oder sich im großzügigen Spa-Bereich verwöhnen lassen möchte, ein Aufenthalt am Tegernsee ist es so oder so definitv wert.

Website: www.egerner-hoefe.de