La Kaz: das Wohnzimmer des Westends

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Jedes Stadtviertel hat sein kulinarisches Wohnzimmer. Ein Restaurant, in dem sich die Nachbarschaft zu Hause fühlt, zusammenkommt und gemütliche Stunden verbringt. Eben fast wie auf dem heimischen Sofa, nur in größerer Gesellschaft. Auch das Münchner Westend hat solch eine Location: das La Kaz. Mit ehrlicher Küche, tollem Service und individuellem Interieur begeistert das Restaurant in der Kazmairstraße schon seit über fünf Jahren Westendbewohner sowie -besucher. Und wird es mit Sicherheit auch noch viele weitere Jahre tun.

Der 9. Dezember ist ein ganz besonderer Tag für das La Kaz im Westend. An diesem Tag vor fünf Jahren, öffnete Stefan gemeinsam mit seinem Team erstmals die Türen seines Herzensprojekts. Dass er seine Zukunft in der Gastronomie sieht, erkannte der gebürtige Hannoveraner direkt nach dem Abitur. Anstelle in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und in der Versorgungstechnik zu arbeiten, absolvierte Stefan eine Kochausbildung und anschließend ein Studium im Bereich Hospitality Management in München. Während seiner Lehrjahre, sammelte er in Großküchen wie beispielsweise einem Robinson Club sowie kleineren Locations wie dem Nage und Sage praktische Erfahrungen und machte sich so schnell einen Namen in der hiesigen Gastro-Szene. Und auch wenn er dabei viel rumkam: Seit er 2000 ins Westend zog, wollte das charmante Münchner Viertel ihn nie mehr so richtig loslassen.

Wer das Münchner Westend nicht kennt: Es ist das eine Viertel, das schon seit vielen, vielen, vielen Jahren im Kommen ist. Lange schon wird prophezeit, dass das Westend sich zum neuen In-Viertel entwickeln und dem Glockenbachviertel den Rang ablaufen wird. Doch irgendwie wollte und will diese Entwicklung nicht so richtig Fahrt aufnehmen. Auch wenn er sein Westend heiß und innig liebt, war Stefan vor allem das kulinarische Angebot immer ein Dorn im Auge. Das sollte sich ändern. Der Traum vom eigenen Laden im eigenen Viertel war geboren.

Ende 2013 wurde dieser mit dem La Kaz Realität. Das Konzept: „Ein Stadtteil-Laden“, erklärt uns Stefan. Was er sich darunter vorstellt? Ehrliche Küche, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ordentliche Portionen, eine ungezwungene und einladende Atmosphäre. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Stefan ein paar ganz einfache Strategien. Anstelle auf Gastro-Profis zu setzen, arbeitet er viel lieber mit engagierten und erfahrenen Studenten, die mit viel Liebe an den Job herangehen.  Keine Experten, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, die Spaß am Restaurantleben haben. Und das spüren auch die Gäste.

Auch in Punkto Interieur setzt Stefan auf Individualität anstelle von Professionalität. Seine Möbel würde er nie bei Gastro-Großhändlern kaufen. Wie es der Einrichtung auf den ersten Blick anzusehen ist, ist jedes Teil mit Bedacht ausgewählt; jedes Möbelstück hat eine Geschichte. Die Holzbank beispielsweise fertigte er aus einem alten Getreidepaternoster von Paulaner an, die Deckenbalken sind Originale einer alten Scheune, die Lampen aus einem kleinen Antiquitäten-Geschäft im Allgäu. Ob die Backsteinwand im Restaurantbereich, die Fließenwand an der Theke oder die Vintage-Stühle: Alle Komponenten sind mit Liebe fürs Detail ausgewählt und mit Geschick zu einem harmonischen Ganzen kombiniert – zeitlos und doch abwechslungsreich.

Genau diesem Motto folgt auch die Karte im La Kaz. Die Standardkarte setzt sich aus bodenständigen Klassikern zusammen, die einfach immer gehen: ein paar Pastavariationen, Salate, herzhafte Fleischgerichte und eine überschaubare Auswahl an Vor- und Nachspeisen. Kleiner Tipp: Die gemischte Vorspeisenplatte ist sehr zu empfehlen. Ebenso wie der Salat mit Ziegenkäse und die hausgemachten Spinatknödel. Die saisonal angepasste Wochenkarte garantiert, dass es auf dem Teller immer spannend bleibt. Vor allem bei den Stammgästen, die das La Kaz gerne auch zwei bis drei Mal pro Woche besuchen, ist diese sehr beliebt. So sehr sogar, dass sie es ganz genau merken, wenn Stefan es einmal versäumt, das Angebot zu aktualisieren: „Einmal habe ich die Mittagskarte zwei Wochen präsentiert, da kam gleich von den Mittags-Stammgästen: Wie? Das kennen wir doch schon?!“, so Stefan.

Wem wir das La Kaz empfehlen würden? Definitiv allen Salatliebhabern! Das Gemüsesammelsurium mit besonderen Extras zählt zweifellos zu den besten in München. Darüber hinaus werden auch Freunde der modernen bayerischen Küche großen Gefallen an den Kreationen des Küchenteams finden. Pastafreunde kommen hier sowieso auf ihre Kosten. Und orientalische Genießer auch. Kurzum: Im La Kaz findet wirklich jeder etwas. Und das für einen guten Preis und in guter Qualität. Wir kommen wieder!

Website: La Kaz