Work on your Masterpiece: The 9th in Bonn

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Cedric Teichmann, 30 Jahre alt, hat in Bonn den Co-Working Space The 9th eröffnet, der JungunternehmerInnen und Start-up GründerInnen nicht nur Raum zum Arbeiten, sondern auch ein entsprechend hilfreiches Netzwerk zur Verfügung stellt. Der zungenbrecherische Name The 9th ist angelehnt an das Meisterwerk des berühmtesten Kindes der Stadt: an die 9te Symphonie von Beethoven. Der Slogan „Work on your Masterpiece“ soll dazu inspirieren, das eigene Projekt in ähnliche Höhen zu treiben.

Cedric stammt aus Dachau bei München, ist in Celle in Niedersachsen aufgewachsen und absolvierte ein duales Studium im Finanz- und Anlagemanagement in Brühl. Nach Bonn verschlug ihn sein vorheriger Job als Geschäftsführer einer Online-Versicherungsagentur. Weil er aber lieber auf eigenen Beinen stehen wollte, gründete er zunächst das Netzwerk „Startup Bonn“ mit. 2016 organisierte Cedric die PriceCon, die erste Konferenz in Bonn zum Thema Pricing und Monetization. Neben der ideellen Förderung von Start-uplern kam im selben Jahr dann eben noch die Unterstützung von Gründern durch den physischen Space im The 9th hinzu.

Wir haben mit Cedric gesprochen über die Start-up Branche in Deutschland, die Zukunft der Arbeit und die Vorteile von Co-Working Spaces.

Cedric Teichmann

In ein paar Sätzen: Was ist das Konzept von The9th?
Im The 9th bieten wir Leuten im Bonner Zentrum zunächst einmal Arbeitsfläche an. Dabei richten wir uns vor allem an jüngere Leute, die entweder schon gegründet haben oder sich entschieden haben, zu gründen, an bestehende Start-ups in der Anfangsphase, an Freelancer oder an solche, die zunächst nur mit dem Gedanken an ein Start-up spielen.

Über Raum zum Arbeiten hinaus bietet ihr aber auch noch Kurse, Workshops und andere Veranstaltungen an?
Ja richtig, die Idee ist letztlich, dass hier im The 9th so eine Art Hub entsteht. Ich will dabei nicht alles selbst anbieten, sondern es sollen z.B. Leute kommen, die eine Vortragsreihe haben und hier umsetzen wollen, oder Leute, die einen Kurs oder einen Workshop anbieten. Sie alle sollen The 9th als Plattform nutzen können. Wir sind also nicht ein Co-Working Space im klassischen Sinne. Für mich ist The 9th vor allem ein Spielplatz, also eine Plattform zum Ausprobieren, die maßgeblich bestimmt wird durch den Raum, den wir hier anbieten.

Der Raum stand ein Jahr lang leer und sah schrecklich aus: 70er-Schick mit gelb-getupften Tapeten, türkisfarbenen Säulen und Teppichfliesen. Wir haben dann erst einmal alles rausgerissen und die Wände weiß gestrichen. Die Idee war aber nicht, daraus dann das The 9th zu gestalten, sondern den Leuten im mehr oder weniger leeren Raum selbst die Möglichkeit zu geben, das The 9th nach und nach zu erschaffen.

Wenn du „wir“ sagst, über wen sprichst du dann? Wer steckt hinter The 9th?
Zunächst bin ich das. Ich sage aber trotzdem lieber „wir“, weil hier einfach auch viele Leute, die hier regelmäßig ein- und ausgehen, mitgestalten. Da weiß ich dann, das hat z.B. der- oder diejenige mitgebracht, und deshalb ist es in meinen Augen falsch, zu sagen, das The 9th habe ich allein geschaffen.

Aber es war deine Idee?
Ja das stimmt, ich hatte die Idee, habe den Raum gefunden und zur Verfügung gestellt. Und dann kamen die User und die Leute, die es jetzt aktiv mitgestalten.

Woher kam denn die Idee zu The 9th?
Ich hatte 2013 in Bonn als angestellter Geschäftsführer gearbeitet, einer Position, in der man sich vor allem auch mit dem Thema Unternehmensentwicklung beschäftigt. Zu der Zeit gab es einige Umbrüche in der technischen Landschaft, die mich dann letztlich in die Start-up Branche geführt haben. Ich dachte, die Technik, die wir benutzen, ist an vielen Stellen veraltet, das will ich neu machen, und habe mir dann Leute gesucht, die anders denken.

Mit der Zeit hat sich daraus in Bonn dann eine Gruppe von knapp 20 Leuten etabliert, und wir haben das Netzwerk „ StartupBonn“ gegründet. Die Idee dahinter war, dass man das erste Mal etwas schafft, wo sich Start-up Interessierte treffen können. Ab 2015 bin ich innerhalb dieses Netzwerks dann selbst sehr aktiv gewordenen, habe Treffen organisiert und moderiert und größere Events mit Firmen wie der Telekom oder Chefkoch veranstaltet.

2016 war eigentlich geplant, daraus einen richtig großen Hub zu entwickeln mithilfe eines Förderprogramms des Landes NRW, Partner war u.a. auch die IHK. Als das dann aufgrund verschiedener Vorstellungen, vor allem über die Zielgruppen – der Fokus anderer lag vor allem auf Mittelständler, mich interessierten die Start-ups – wieder auseinanderging, haben sich die Wege getrennt. Dann habe ich den leerstehenden Raum gefunden und mir kam die Idee, hier etwas mit mehr street credibility zu schaffen, wo also etwas aus sich heraus entsteht, statt einfach Fördergelder zu verteilen.

Was macht dich zum Experten zum Thema Start-ups und Co-Working Spaces? Welche eigenen Erfahrungen/ Herausforderungen hast du gemacht/ gehabt, die dich auf deine Arbeit mit The 9th vorbereitet haben?
Ich würde mich selbst auf keinen Fall als Experten bezeichnen, aber ich habe wahrscheinlich einen breiten Erfahrungsschatz, aus dem ich schöpfe und von dem ich Leuten erzählen kann. Ich sage niemandem, so und so und so musst du es machen, sondern ich setze mich lieber mit den Leuten zusammen und höre mir an, wo diese Person steht, was ihre Idee ist. Und wenn ich dann Punkte sehe, an denen zum Beispiel jemand naiv denkt, dann versuche ich entsprechende Hilfestellung zu geben. Mir geht es mehr darum, die Leute ein bisschen zu schubsen, an sich und an ihr Projekt zu glauben.

Was für Leute mieten sich aktuell bei euch ein, wer kommt zu den Workshops und Kursen?
Tatsächlich sind unsere Mieter der Zielgruppe entsprechend vorwiegend junge Leute, einige sind auch noch Studenten an der Uni Bonn oder Hochschule Bonn/Rhein-Sieg. Viele Start-ups und JungunternehmerInnen bei uns haben einen technischen Hintergrund, die Projekte sind aber sehr vielfältig: vom Freelance-Webdesigner, einem Typen, der die technische Ausstattung von Schulen vorantreibt, über ein Start-up in der Modebranche, ein Startup mit einer Zusatz-App für die sehr erfolgreiche App Musical.ly bis hin zu einem Start-up aus der Gesundheitsbranche. Dazu findet bei uns regelmäßig das „GrowthBonn Meetup“ statt, in dem es um growth hacking und die Frage nach dem effizienten Ausbau der Kundenreichweite über Facebook, Instagram, Google etc. geht.

Ihr habt gerade weitere Räumlichkeiten akquiriert – die Nachfrage ist heute also auf jeden Fall da. Wie wurde das Konzept zu Beginn aufgenommen?
Wir waren zwar nicht der erste Co-Working Space in Bonn, aber der erste unserer Art. Natürlich hat der Erfolg am Anfang ein bisschen gedauert. Das lag aber sicher auch daran, dass ich zu Beginn kein Marketing gemacht, sondern nur mein eigenes Netzwerk genutzt habe. Mitte letzten Jahres hatte ich noch eine Start-up Konferenz organisiert, die sehr arbeitsintensiv war. Da habe ich deshalb den Raum hauptsächlich mit meinem Team genutzt. Wir liegen aber zum Glück so zentral, dass wir auch einfach Laufkundschaft kriegen, also Leute, die uns sehen, reinschauen, nachfragen und dann meinen, das sei genau das, was sie suchen. So hat sich das peu à peu entwickelt. Seit Juli, seit wir also Marketing-technisch mehr Gas geben und uns besser vermarkten, sind wir auch schneller gewachsen.

A propos Marketing: Wie macht ihr aktuell Werbung?
Aktuell wird unser Marketing neu aufgestellt. Letztes Jahr ging es vor allem darum, den Raum möglichst cool zu machen, was das Image betrifft. Dazu kommt, dass das ganze Viertel, in dem The 9th lokalisiert ist, aktuell in Diskussion steht. Es soll abgerissen werden und eine Shopping Mall entstehen, wogegen es viel Gegenwehr gibt, z.B. in Form vieler Initiativen im kulturellen Bereich, aber z.B. auch in Form einer Hausbesetzung. Wir identifizieren uns eher mit der alternativen Nutzung des Viertels, indem wir beispielsweise auch mal Partys veranstaltet oder an der Fiesta Viktoria teilgenommen haben, der Bonner Kulturnacht hier im Viertel. Das war eigentlich unser Marketing im letzten Jahr. Es hat aber auch dazu geführt, dass viele nicht gecheckt haben, was wir eigentlich sind. Heute ist das Thema Party für uns eher vorbei, unsere Mitglieder wollen in Ruhe arbeiten und nicht wegen einer Party den Raum für einen Tag lang dichtmachen. Ab sofort wollen wir unser Marketing ganz klassisch über Facebook usw. aufziehen, Anzeigen schalten oder über das Thema Co-Working Spaces und die Vorzüge aufklären.

In Städten wie Berlin, München und Hamburg sind Co-Working Spaces etabliert – warum Angebote wie deines auch in kleineren Städten wie Bonn interessant bzw. notwendig?
Zum einen denke ich, in kleineren Städten wie Bonn herrscht durch die Start-Up Welle seit einiger Zeit eine gewisse Aufbruchsstimmung. Die Stadt selbst bietet aber für jüngere Leute keine wirkliche Perspektive, stattdessen entstehen lauter Malls oder sind in Planung, zum Feiern gehen die Jüngeren sowieso schon lange nach Köln. Ich finde, dass Bonn da in der Entwickelung durchaus etwas nachzuholen hat, um interessant zu bleiben.

Zum anderen gibt es hier so viele Studenten und dadurch so viel kreatives Potenzial, das man nutzen kann. Aber die Leute und dieses Potenzial brauchen Raum, sonst gehen sie eben auch dafür nach Köln. Wenn hier aber auf einmal etwas entsteht, dann wird es auch gern angenommen – das sehen wir grad mit dem The 9th.

Gewerbeflächen in deutschen Städten werden immer teurer – ein klarer Vorteil von Co-Working Spaces ist also finanzieller Natur. Was kostet Space bei euch? Was für Räumlichkeiten stehen einem dann zur Verfügung?
Unser Preismodell ist relativ easy. Man kann sich entweder tageweise für 12 Euro einmieten oder es steht einem für 50 Euro im Monat der Raum 24/7 zur Verfügung, d.h. knapp 250qm Arbeitsfläche. Man hat aber keinen Anspruch auf einen festen Arbeitsplatz, sondern die Belegung ist und bleibt flexibel nach dem Prinzip „first come, first served“. Es gibt eine schnelle Internetverbindung, einen Kühlschrank mit Getränken, einen Drucker und eine kreative Freifläche, in der man auch mal eine Wand für zwei Tage lang mit Post-its zukleben kann. Der Raum ist offen und flexibel nutzbar, das ist die Idee. Zu Anfang dachte ich noch, ich müsste feste Schreibtische und Arbeitsflächen anbieten. Ich habe aber schnell festgestellt, dass ich dafür weder den Platz noch die Ruhe habe, und dass es mir darüber hinaus ja auch vor allem um einen Ort fürs Kennenlernen, den Austausch und die Möglichkeit geht, etwas miteinander zu machen.

Money aside, was sind die Vorteile eines Office Spaces wie The 9th?
Der Austausch untereinander und das Netzwerk, natürlich auch durch meine Hilfe, sind sehr wichtig und ein großer Vorteil vor allem für unsere Zielgruppe. Ich bringe da z.B. auch einfach Menschen zusammen, von denen ich denke, dass sie sich gegenseitig helfen könnten und interessant füreinander sind. Da bin ich aber nicht allein, sondern auch andere bieten aktiv ihre Hilfe an und schaffen Kontakte.

Sind Co-Working Spaces die Zukunft?
Puh, das traue ich mich nicht zu sagen, jedenfalls nicht für jeden. Es kommen hier ja auch immer mal Leute hin, die sich dann gegen uns entscheiden, weil ihnen das Konzept z.B. zu offen ist. Oder wenn ich mit Unternehmen rede und frage, ob sie ihre Leute hier her bringen wollen, gibt es oft Sicherheits- oder Kontrollbedenken. Trotzdem wollen viele aber selbstbewusster und selbstbestimmter arbeiten, und für diese vielen, die mit dieser Freiheit dann auch umgehen können, ist es sicher eine gute Lösung.

Kann man also sagen, dass Co-Working Spaces die Zukunft der Start-up- und Gründerszene sind?
Ja, das Modell ist vor allem für Start-upler interessant, weil sie den Input brauchen – gerade in der Anfangsphase, in der es um die Beschaffung von Informationen geht und darum, mit Leuten zu reden. Und dann auch in der zweiten Phase, in der man sich einfach mal hinsetzen muss und das Projekt machen. Das kennen viele vom Schreiben von Hausarbeiten an der Uni, wo man erst lange sitzt und recherchiert, dann aber halt einfach auch mal 30 Seiten runterschreiben muss.

Seit eurer Eröffnung: Was waren die Herausforderungen, die ihr meistern musstet?
Da gab es allein vom Räumlichen und Organisatorischen her einige Faktoren, z.B. Qualitätsaspekte der Ausstattung und Infrastruktur, wie Küche, Bad, Tische und Stühle. Da gibt es einfach gewisse Anforderungen. Eine Zeit lang wird fehlender Standard vielleicht akzeptiert, aber irgendwann wird das dann doch zum Problem. Hier lief aber alles recht smooth, weil die Leute die Räumlichkeiten akzeptieren und zum gewissen Grad auch echt feiern. Wir sind hier einfach sehr familiär miteinander.

Für viele Jungunternehmer gehört zu den Schwierigkeiten oft die Frage der Finanzierung. Wie war das bei dir?
Anfangs habe ich hier eigenes Geld und fünf Wochen Renovierungsarbeit reingesteckt. Danach hat sich das natürlich nicht gleich, aber immerhin nach ein paar Monaten so getragen, dass die laufenden Kosten gedeckt waren. Das lag aber auch an den Events und dem entsprechenden Umsatz durch den Getränkeverkauf. 50 Euro Miete pro Monat sind kein laufendes Geschäftsmodell, da muss das Geld auch woanders herkommen. Ein tragendes Geschäftsmodell wird sich mit der Zeit und der wachsenden Mitgliederzahl entwickeln.

In welcher Hinsicht sind die Bedürfnisse von Jungunternehmern besonders?
Ich glaube, dass man den jungen Leuten vor allem eine Atmosphäre geben muss, in der sie sich wohl fühlen, also ihnen ein gutes Bauchgefühl vermitteln und authentisch sein.

Deine Anreize sind ja eher nicht wirtschaftlicher Natur. Was ist denn für dich besonders spannend an der Arbeit mit und für Start-ups?
Ich mag es, zu sehen, wenn Leute ihr Ding machen. Ein 13 Jahre älterer Freund von mir hatte mir mal gesagt, er finde es toll, zu sehen, wie ich in viel jüngerem Alter schon über die Sachen nachdenke, die ihn 10 Jahre später erst beschäftigt haben. Dasselbe erlebe ich jetzt hier, wenn ich sehe, wie junge Leute schon viel schneller auf meinem Level oder darüber hinaus sind. Ich selbst habe gelernt, mich auf eigene Füße zu stellen, und deshalb finde ich es auch bei anderen toll, wenn sie selbstständige Arbeit als echte Alternative sehen. Da gebe ich dann gern meine Unterstützung.

Wird in Deutschland zu wenig für die Gründerszene getan? Hängen wir hinterher im Vergleich zu anderen Ländern?
Ich würde sagen ja, will da aber abwägen. Wir sind vielleicht durch unsere tendenziell vorsichtige Art eher konstant, verlässlich und springen weniger nach rechts und links. Was ich aber dennoch schade finde in Deutschland, ist diese Kultur, dass man so zurückhaltend ist, weil man sich die Option offenhalten will, am Ende zu sagen, ha, ich wusste, dass es nicht klappt. Also nicht zu investieren, weil man irgendwie recht haben will damit, dass es wahrscheinlich schiefgeht. Und wenn es wirklich mal nicht gleich gut läuft, hätte man ja immer noch die Möglichkeit zu sagen, komm, da bieten wir noch mal ein bisschen Unterstützung, statt einfach gleich wieder alles fallen zu lassen. Klar, irgendwann muss man dem schlechten Geld dann auch kein gutes mehr hinterherwerfen. Den Punkt muss man schon sehen. Aber man muss auch mal aktiv werden und nicht immer nur von der Seitenlinie zugucken.

Gibt es da Städte oder Länder, die eine Vorbildfunktion haben?
Ich glaube schon, dass die Städte in Deutschland da alle eine andere, eigene Mentalität haben, also Bonn ist anders als Hamburg ist anders als Berlin oder München. Es gibt für mich aber keine Stadt, von der ich sagen würde, genau und nur so muss man es machen. Was zum Beispiel die USA angeht, kenne ich mich persönlich zu wenig aus. Es wird ja immer vom Silicon Valley geschwärmt. Ich habe aber auch mal mit einem Freund geredet, der dort für ein Start-up arbeitet. Der meinte, das sei schon sehr vom Umsatz getrieben und die Investoren richten sich strikt nach Zahlen. Das ist ja auch ok, die Investoren wollen ihr Geld zurück, aber das ist halt sehr kommerziell und der Spirit geht etwas verloren. Ich muss mich wahrscheinlich einfach noch etwas umgucken, bis ich für mich das optimale Modell gefunden habe.

Was schwebt dir mit dem The 9th für die Zukunft vor?
Ich will das The 9th für Leute als Start-up Hub sichtbar etablieren und intensiv als Sprungbrett und Spielplatz nutzen lassen, gerade für Leute in der Anfangsphase von Gründungen. Da will ich definitiv die Nummer 1 in Bonn werden.

Du bist erfolgreicher Jungunternehmer: Verrätst Du uns zum Abschluss deinen wichtigsten Tipp für alle, die auch auf eigenen Füßen stehen wollen?
Mein Tipp wäre: Man muss dafür sorgen, dass man einen guten Background hat an Leuten, die einem helfen und die einen weiterbringen können und die einen emotional stützen. Und auch an Leuten natürlich, die einem finanziell mal ein bisschen unter die Arme greifen können. Aber das Emotionale ist wirklich besonders wichtig, gerade wenn man allein ist. Denn wenn es einem sonst allein scheiße geht, läuft es auch scheiße. Da hilft es, einen zweiten zu haben, der die Stimmung hebt – dann ist es gleich schon nicht mehr zu 100% scheiße.

Super, vielen Dank, Cedric, für das Gespräch!