Untypisch japanisch: S.A.M Sushi and Meat

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Das Westend ist das neue Trendviertel! Das heißt es zumindest schon seit 20 Jahren. Aber so ganz hat’s ja irgendwie noch nicht geklappt… Noch nicht! Das kann sich jetzt nämlich ganz schnell ändern. Denn das Westend hat einen neuen Szene-Japaner: das S.A.M. Sushi and Meat.

Die Bewohner des Westends haben es schon bemerkt: Es gibt was Neues im Viertel! Durch große Fenster konnte man in den letzten drei Wochen schon die Umbauarbeiten beobachten. Denn so lange hat es gedauert, bis das Restaurant so aussieht, wie es das gerade tut. Geplant war allerdings etwas komplett anderes: Gold an der Decke, dunkle Wände und teure Polstermöbel sollten den Raum kleiden. Doch das auf die Beine zu stellen, hätte viel zu lange gedauert, denn klar, die Miete muss trotzdem gezahlt werden. Also haben sich Jonas und Sam, die Besitzer und Betreiber des S.A.M., gedacht: „Fangen wir doch einfach schon mal an!“ Und heraus kam das jetzige Interior-Konzept: japanische Zeitungen an den Wänden und DIY-Tische mit Getränkekästen. So gar nicht typisch japanisch, so gar nicht fancy und trotzdem wunderbar authentisch.

Am Namen sollte aber nichts verändert werden. Kurz, knapp und „irgendwas mit Sushi“ sollte es werden. „Sushi and Grill“?! – kann ja jeder. „Sushi and more“?! – haben wir bestimmt schonmal irgendwo gelesen. Da passt es doch perfekt, dass Sam „S.A.M“ heißt und Sushi and Meat einfach genau das ist, was auf der Speisekarte angeboten wird. Der Name war also geboren.

Und Sam und Jonas? Die beiden kennen sich vom Madam Hu um die Ecke. Das gehört Sam nämlich auch. Jonas wiederum leitet eine Eventagentur, die genau dort eine Weihnachtsfeier veranstaltete.

Soweit zum Konzept, jetzt zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben: dem Essen!

„Toki, unser Koch, ist ein richtiger Japaner“, berichtet uns Sam. Soll heißen, dass der Mann wirklich was von seinem Handwerk versteht und echt authentische, japanische Gerichte auf den Teller zaubert. Für uns gibt‘s eine Veggie Rice Bowl mit Avocado, Quinoa und Mango, dazu Ramen, kunstvoll angerichtetes Sushi und eine kann-ich-das-bitte-jeden-Tag-haben-Seafood-Platte mit Jakobsmuscheln, Riesengarnelen und Tuna. Ein Lunch deluxe!

Unsere Mägen sind gefüllt, der Geldbeutel nicht leergeräumt und wir haben sehr lecker in entspannter Atmosphäre gegessen. Wir sind sehr happy! Und wir planen gleich den nächsten Besuch – aber wartet, mal, ist das nicht ein Pop-up??

Im Moment: ja. Das Restaurant befindet sich in einer Soft Opening Phase. Erstmal wird also angetestet, wie das Ganze so bei den Münchnern ankommt. Plattgedrückte Nasen an den Fenstern, voll besetzte Tische und glückliche Gäste verraten: Alles richtig gemacht, Jungs! Nach dem Soft Opening wird das Lokal dann noch einmal ein wenig verschönert und optimiert. Schalldichte Wände, neue Fenster, mehr Fleischgerichte auf der Karte und – immer wichtig – Alkohol. Den gibt’s nämlich noch nicht, aber eben bald. Und wenn dann alles gut läuft, sind Sam und Jonas vielleicht gekommen, um zu bleiben.

Wir freuen uns, endlich einen moderner Japaner im Viertel zu haben, mit megamega leckerem Essen, das auch noch echt hübsch anzusehen ist. Wir kommen auf jeden Fall noch einmal vorbei, spätestens, wenn aus Pop-Up dauerhaft geworden ist!