Erfrischend traditionell: Das Xaver’s im alten Zwingereck

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Über 40 Jahre war an der Ecke Rumford-/Zwingerstraße das Zwingereck dahoam. Seit Mitte April weht dort frischer Wind: Theresa, Xaver und Jakob Portenlänger bringen mit dem Xaver’s ein junges neues Wirtshaus in die Münchner Altstadt.

Das Geschwistertrio ist in der Gastronomie groß geworden – die Eltern betreiben das Bio-Hotel und Gasthaus Alter Wirt in Grünwald. „Hätte uns drei jemand vor einem Jahr gesagt, ihr macht nächstes Jahr miteinander ein Wirtshaus auf, hätten wir alle gesagt: Red‘ doch keinen Schmarrn!“, erzählt uns Jakob. Er ist gelernter Koch und war mit seinen jungen 28 Jahren unter anderem schon bei Schumann’s, im Roomers und zuletzt Betriebsleiter im Servus Heidi. Seine Geschwister Theresa (27) und Xaver (21) haben beide eine Ausbildung im Veranstaltungsmanagement im Heart gemacht. Doch dabei sollte es dann doch nicht bleiben! Letztes Jahr im Herbst kam die Augustiner Brauerei auf die drei zu, um sie als junge Wirte zu gewinnen und so fügte sich eines dem anderen.

Jakob, Theresa und Xaver Portenlänger
Jakob, Theresa und Xaver Portenlänger

Wer das alte Zwingereck noch kennt, dem sei gesagt: Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben! Modern bayerisch kommt das Xaver’s daher. Natürliche Holzmaterialien und grüne Wände bringen die Berge, Wälder und Seen in die Innenstadt. Frisches Landfeeling statt verstaubte Wirtshaus Atmosphäre soll die Gäste umgeben.

Das gilt auch für die Karte. Auf der befinden sich neben Klassikern, wie Kasspatzen, Schweinebraten, Wienerschnitzel und Wurstsalat, auch neumodischere Gerichte, wie zum Beispiel Billesberger Dinkel Pasta mit grünem Spargel, Kirschtomaten und Parmesan oder Saiblings-Ceviche. Qualität vor Quantität lautet hierbei die Devise: auf regionale und faire Produkte wird großer Wert gelegt. So kommen die Pasta beispielsweise vom Biobauern Mogli Billesberger und das Brot aus der Gründwalder Lokalbäckerei Brotzeit. Aktuell sind 3 der Gerichte bio –  Papa Portenlängers 100% Bio-Konzept wurde vorerst also nicht übernommen. Stattdessen wollen sich die drei, wie der Papa damals auch, langsam herantasten.

Die Weinkarte ist mit über 20 bio-zertifizierten Weinen für ein Wirtshaus relativ umfangreich. Statt nach Ländern, Rebsorten oder Rot und Weiß ist sie nach den drei Vornamen der Geschwister sortiert. „Unser Weingeschmack ist einfach zu unterschiedlich, deshalb hat jeder seine eigene kleine Weinkarte bekommen“. Selbstverständlich gibt’s auch a gscheids Augustiner Bier und ein   ein paar Spritzvariationen und Longdrinks stehen auch auf der Karte.

Vom Interieur über die Karte: eine stimmige Symbiose aus Tradition und Moderne. Tradition bringen die drei aus dem fast 100-jährigem Familienbetrieb mit, frisches Blut sowie ihre eigenen Erfahrungen. Eine tolle Kombination, mit der Theresa, Xaver und Jakob ihre eigene Art gefunden haben, die bayerische Wirtshauslandschaft aufzufrischen.